Open Call: Bildungsurlaub in Kasachstan

Erinnern, Erzählen, Verbinden

Deutsch-kasachische Jugendbegegnung in Almaty & Karaganda · 23. August – 3. September 2026 · 100 % gefördert

8 Plätze
18–30 Jahre
23.08.–03.09. 2026
100 % gefördert

In Deutschland leben über eine Million Menschen mit unmittelbarem biografischen Bezug zu Kasachstan. Die Geschichte der Deportation 1941, der Trudarmee und der Lager Karlag und Steplag ist in der bundesdeutschen Erinnerungspolitik bis heute kaum präsent. Genau hier setzt diese Begegnung an: erinnern, erzählen, verbinden.

Worum es geht

Zwölf Tage in Almaty und Karaganda, davon zehn Programmtage. In deutsch-kasachischen Tandems arbeitet ihr an Erinnerung, Identität und Zugehörigkeit – und macht eine bislang randständige Geschichte sichtbar, hörbar und teilbar. Vor Ort kooperieren wir mit einer Partnerorganisation der deutschen Minderheit in Kasachstan; gemeinsam gestalten wir den Jahrestag am 28. August als Erinnerungsarbeit.

  • gemeinsame Teilnahme an der Gedenkveranstaltung zum 85. Jahrestag der Deportation (28.08.) mit eigenem Beitrag
  • Besuch des Karlag-Museums und eine Tour zur Geschichte der Deutschen in der Region (Trudarmee, lokale Erinnerungsorte)
  • moderierte Zeitzeug:innengespräche und Aufnahmen für Audioporträts
  • Workshops mit jungen Menschen der deutschen Minderheit in Almaty
  • Produktion von Reels und kurzen Audio-/Videoporträts in Tandems
  • eine öffentliche Abschlusspräsentation in Almaty und ein Reflexionstag in der Steppe

Wer sich bewerben kann

  • 18 bis 30 Jahre (eine Begleitperson über 30 ist möglich), Wohnsitz in Deutschland – Bewerbungen bundesweit
  • Interesse an Erinnerungskultur, (Post-)Migration, postsowjetischer Geschichte und Mehrfachzugehörigkeit
  • Bereitschaft, am gesamten Zeitraum teilzunehmen und in Tandems mediale Beiträge zu erstellen

Ein familiärer oder biografischer Bezug zur Geschichte der Russlanddeutschen ist willkommen, aber keine Voraussetzung. Russischkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht erforderlich – Arbeitssprache ist Deutsch, für die russischsprachigen Programmteile gibt es Übersetzung.

Was wir bieten

Die Reise ist vollständig gefördert – es gibt keinen Teilnahmebeitrag und keinen Eigenanteil. Übernommen werden internationale Flüge ab Deutschland, Unterkunft inkl. Frühstück, Auslandskrankenversicherung, Verpflegung an den Programmtagen sowie lokale Transfers, Eintritte und Programmkosten.

Bildungszeit / Bildungsurlaub

Wir beantragen aktuell die Anerkennung als Bildungszeit/Bildungsurlaub für Berlin und Niedersachsen und nehmen auf Anfrage weitere Bundesländer mit auf. Wenn du berufstätig bist und die Reise als Bildungszeit nutzen möchtest, melde dich früh – die Fristen sind knapp.

So bewirbst du dich

Bewerbung bis 30. Juni 2026 an Daniel Heinz: heinz@pbb-berlin.de

  1. ein kurzes Motivationsschreiben (max. 1 Seite / ca. 2.500 Zeichen): Wer bist du, was bringt dich zu diesem Thema, was möchtest du beitragen?
  2. ein paar Sätze zu deinem Bezug zu Erinnerungsarbeit, Medien oder (Post-)Migration
  3. Name, Alter, Wohnort und eine Telefonnummer für Rückfragen

Bitte gib auch an, ob du Bildungszeit/Bildungsurlaub nutzen möchtest und in welchem Bundesland dein Arbeitsplatz liegt. Wir sichten laufend und melden uns so schnell wie möglich.

Jetzt bewerben

pbb
postmigrantische bildung & beratung

Gefördert von der Stiftung West-Östliche Begegnungen im Rahmen der Sonderausschreibung „Zukunft im Austausch“. In Kooperation mit einer Partnerorganisation der deutschen Minderheit in Kasachstan. pbb – Postmigrantische Bildung und Beratung gUG · pbb.berlin · @pbb.berlin


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